18. Januar 2011

Wiener Philharmoniker – Mariss Jansons.
Laeiszhalle Hamburg.

20:00 Uhr, Parkett links, Reihe 6, Platz 16


Gustav Mahler – Lieder eines fahrenden Gesellen 
(Thomas Hampson – Bariton)
Zugabe: Gustav Mahler – Ging heut morgen übers Feld

(Pause)

Hector Berlioz – Symphonie Fantastique  
Zugabe: Jean Sibelius – Valse triste


Lieder eines fahrenden Gesellen: Hampson wie gewohnt. Hab schon genug Worte darüber verloren. Jansons Interpretation gefällt mir. Er nimmt das Orchester (leider...) gegenüber Hampson zurück. Von Anfang an begeistert der Streicherklang: einfach eine Spur weicher. Dies zieht sich durch den Abend. Im Mahler generell starke Tempokontraste, zum Teil sehr gedehnt, aber in Ordnung. Berlioz: eine durchgehend starke, sehr sensible Interpretation. Knack, wo er gebraucht wird, Schmelz, wo er gebraucht wird. Auffallend: Sehr transparente Gestaltung. Viele Details der Instrumentation habe ich heute zum ersten Mal mitbekommen (Holz; differenzierter „Donner“ u.a.). Wenn Jansons Gas gibt, ist es ein Riesenspaß. Top-Dies-Irae der Tuben. Finale furios. Man war zu Recht begeistert. Die Zugabe –Valse triste – schön gemacht, hier kann Järvi mit seinen Bremern aber mindestens mithalten.

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