23. März 2011

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – Mariss Jansons.
Laeiszhalle Hamburg.

20:00 Uhr, Parkett links, Reihe 6, Platz 16


Ludwig van Beethoven – Klavierkonzert Nr. 3 (Mitsuko Uchida)
Zugabe: Robert Schumann – aus: Davidsbündlertänze

(Pause)

Richard Strauss – Ein Heldenleben
Zugabe: Edvard Grieg – Solveigs Lied (Peer Gynt-Suite)



Akustik für Strauss in dieser Form nicht ideal; Lautstärke ja, Druck bedingt. Da klingen die Tutti schon etwas matschig. Orchester konnte daher seine Qualität nicht ganz auf die Straße bringen. Aber von Anfang an. Beethoven: Wunderbare Interpretation, sowohl von Jansons als auch Uchida. Schön energische, runde Herangehensweise. Gleich zu Beginn ein Patzer der Solistin? Unerheblich. Fesselnd! Zarter Anschlag wenn erforderlich. Ganz stark im zweiten Satz und Kadenz erster Satz.

Strauss: Sehr gute Interpretation, es geht aber noch besser ... ein gutes Beispiel: Wenn in der Walstatt das Soloviolin-Thema wiederkehrt, sollte es daherkommen wie ein lässiger Schwung im Auge des Sturms, ohne den eigentlichen Fluß zu unterbrechen. Dies war heute nicht der Fall. Es hakte. Jansons und Strauss; ich hatte ja schon im TV beim Zarathustra meine Bedenken, bei der Rosenkavalier-Suite war alles in Ordnung – auch hier also wieder Jammern auf höchstem Niveau. Generell: Druckproblem (Blech klingt gut, kommt aber zu wenig an (es geht wiederum nicht um die reine Lautstärke). Seltsam: Die ersten Violinen haben einen eher mäßigen Eindruck in höchster Lage hinterlassen (Akustik?). Irgendwie stumpf. Am besten gefiel mir der letzte Teil der Tondichtung. Konzertmeister eine Bank bei Solostellen. Auch hier im letzten Teil top! Zart, brüchig, verletzlich. Zugabe sehr sensibel, hier waren die Geigen passend, etwas spröde, sehr gut.

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