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8. Januar 2019

Bundesjugendorchester – Kirill Petrenko.
Elbphilharmonie Hamburg.

20:00 Uhr, Etage 15, Bereich J, Reihe 3, Platz 1


Leonard Bernstein – Symphonic Dances aus »West Side Story« 
William Kraft – Konzert für Pauken und Orchester Nr. 1 (Wieland Welzel – Pauke)

Zugabe Solist:
Wieland Welzel – Etüde

(Pause)

Igor Strawinsky – Le sacre du printemps / Bilder aus dem heidnischen Russland

Zugabe Orchester:
Dmitri Schostakowitsch – Zwischenspiel aus der Oper »Lady Macbeth von Mzensk«



Mit Kirill Petrenko haben die Berliner Philharmoniker wirklich einen Glücksgriff getan. Schon beim Gastspiel mit dem Staatsorchester (Link) wurde klar, dass er die gleiche Sensibilität und Intensität, die seine Opernaufführungen kennzeichnen, ebenfalls im Konzertwesen anzubringen weiß. Dabei war es heute besonders spannend zu beobachten, dass dieser Energietransfer auch auf ein Orchester funktioniert, welches – ohne den jungen Damen und Herren des Bundesjugendorchesters zu nahe treten zu wollen – (noch) nicht über die souveräne Sicherheit und Qualität eines Spitzenklangkörpers verfügt. Zugegeben, manch Detail geriet verbesserungswürdig, nicht immer war man perfekt zusammen, manches Solo war eher von der Last der Verantwortung denn makelloser Klangfinesse geprägt (beispielsweise das prägnante Fagottsolo zu Beginn des Sacre), aber unter dem Strich war es ein mitreißendes Konzert, das von der Leidenschaft der Musiker und ihres Chefs getragen wurde.

Angefangen bei Bernsteins sinfonischen Tänzen, bei denen sich rhythmische Schärfe und Groove in geradezu ekstatischen Wellen abwechselten – inklusive hineinchoreographierter Schnips- und „Mambo!“-Verlautbarungen der Orchestermusiker – über das zwar bezogen auf das Soloinstrument ungewohnte, ansonsten jedoch eher klar fassliche Paukenkonzert, welches ein wenig wie Filmmusik zu einem nie umgesetzten Streifen anmutete, hin zur energetischen Klimax des Abends, dem Sacre. Rhythmus war demnach das heimliche Motto des Programms, das uns in allen denkbaren Facetten begleitete. Die Vielfalt zeigte sich unter anderem schon an der Zugabe des Solisten, dessen „Etüde“ ganz bewusst auf naheliegende Schlägelexzesse verzichtete, sondern vor allem mittels multiplen ab- und abschwellenden Wirbeln die Klangmöglichkeiten der Pedalpauken auslotete.

Akustisch interessant wurde es dann im Sacre, hatte ich das Werk doch in diesem Saal bereits mit dem NDR (Link) gehört, und zwar auf der gleichen Etage, allerdings auf der gegenüberliegenden Seite. Ob es nun tatsächlich an der anderen Position im Saal oder doch an einem anderen Umgang mit der Partitur gelegen hat, mag ich nicht beurteilen, fest steht nur, dass die seinerzeit bemerkten Probleme, namentlich mit einem Übergewicht der die Streicher zudeckenden Bläser, heute wenn überhaupt nur marginal ausfielen. Wenn ich wählen könnte, würde ich für solche Werke aber immer einen Platz auf Etage 13 (vor dem Orchester!) oder im hinteren Parkett bevorzugen.

Fazit: Ordentlich Wumms in der Elphi – vom ersten Stück bis zur Zugabe. Hat Spaß gemacht.

24. März 2018

Bayerisches Staatsorchester – Kirill Petrenko.
Elbphilharmonie Hamburg.

20:00 Uhr, Etage 12, Bereich D, Reihe 3, Platz 4


Johannes Brahms – Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102

Zugabe: Johan Halvorsen – Passacaglia für Violine und Violoncello (im Original Viola) über ein Thema von Georg Friedrich Händel

(Julia Fischer – Violone, Daniel Müller-Schott – Violoncello)

(Pause)

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky – „Manfred“-Sinfonie in vier Bildern h-Moll op. 58



Das Leben ist nicht immer fair – Hamburg hat die Elphi, München drei Weltklasseorchester. Nun müssen sich die im famosen Nationaltheater beheimateten Damen und Herren des Bayerischen Staatsorchester sicher nicht über häusliche Unzulänglichkeiten beklagen, wie ihre Münchner Kollegen, die in der Schatulle Herkulessaal oder im akustischen schwarzen Loch Gasteig ihre Heimspiele austragen. Dennoch wird man auch als Opernorchester die Vorzüge (und Herausforderungen) eines Saales auf der Höhe der Technik, wie er aktuell in der Bayerischen Hauptstadt erst in Absichtserklärungen und Plänen vorliegt, bei seiner Tourneeplanung berücksichtigt haben. Und die eigene Neugierde wahrscheinlich auch.

Aber was auch immer Herrn Petrenko und sein Orchester dazu bewogen haben mag, auf dem Weg gen Carnegie Hall einen Zwischenstopp in Hamburg einzulegen, ich bin ihnen dafür zutiefst dankbar. Höchste Qualität in jeder Beziehung wurde geboten. Wurde der Energietransfer des mit überbordender Vitalität und Kraft präsentierten Brahms-Doppelkonzertes nicht zuletzt von dem Traumsolistenpaar Fischer/Müller-Schott garantiert, deren langjährige musikalische wie freundschaftliche Verbundenheit in einem Maximum an Symbiose und auf blindem Vertrauen fußenden Powerplay resultiert, durchwirkt Petrenkos hochemotionale Lesart die Gesamtwirkung dieses Meisterwerkes ganz entscheidend.

Und spätestens im sinfonischen Seelengemälde nach der Pause offenbart sich der unbändige Gestaltungswille sowie die geniale Umsetzungsfähigkeit des abseits des Pultes so ruhig, fast schüchtern wirkenden Russen. Sein Rheingold in Bayreuth hat mich schwer beeindruckt, seine Frau ohne Schatten in München schier weggepustet, und auch heute zeigt sich wieder kristallklar, wieso dieser Mann für die höchsten Aufgaben bestimmt ist und man sich in Berlin schon jetzt kaputtfreuen darf. Auf der anderen Seite ist es für mich derzeit unvorstellbar, dass sein Posten am Münchner Nationaltheater dann tatsächlich ein Ende finden könnte – solch eine perfekte Verbindung darf man doch um Himmels Willen nicht lösen.

Dieser Mann dirigiert wahrlich mit dem Herzen, das sieht man und – viel wichtiger – das hört man. Wie sich sein verzücktes Lächeln auf den Ausdruck der Streicher auswirkt, wie er mit einem kurzen, harten Schnaufer das letzte Quäntchen Wucht aus den Fortissimo-Passagen herauskitzelt – dabei ist sein Dirigat selbst unglaublich organisch, ein einziger harmonischer Fluß, den zu betrachten allein schon ein Erlebnis darstellt. Präzise Technik verbunden mit beinahe erzählerischer Qualität im Mimisch-Gestischen. Kein affiges Getue, sondern gelebte Musik. Dass er seine Ideen dazu mit solch einem Traumklangkörper umsetzen darf, macht natürlich das berauschende Ergebnis erst möglich. Ich werde mir diesen Rausch auch in Zukunft bei Herrn Petrenko abholen, ob in Berlin, in München, oder bei einer hoffentlich baldigen Wiederauflage dieses umwerfenden Gastspiels.

Nachtrag zu Tschaikowsky: auch wenn ich sicher nicht der erste bin, dem dies auffällt, waren die Parallelen zwischen Tschaikowskys Werk und dem ebenfalls Byron-affinen Berlioz, insbesondere natürlich zu dessen Symphonie Fantastique, für mich als Erst-Live-Hörer verblüffend. Angefangen bei dem in jedem Satz wiederkehrenden Leitmotiv (vgl. idée fixe bei Berlioz) bis hin zu Setting-Überschneidungen, die wiederum Ausdrucks-, sogar Intstrumentations-Déjà-vus beinhalten (z.B. Pastorale 3. Satz – 3. Satz bei Berlioz: Szene auf dem Lande oder orgiastisches Bacchanal 4. Satz / Hexensabbat-Finale bei Berlioz). Nicht, dass das die Wirkung des Stückes schmälern würde, eher interessant, wie sehr Tschaikowsky nach Berlioz klingen kann, wenn er Programmmusik schreibt (verblüffend: hier der 2. Satz mit der glitzernden Alpenfee-Welt, dort Berlioz’ Queen Mab aus „Romeo und Julia“), ist mir in den Balletten oder ähnlichem aus seiner Feder bislang nie aufgefallen. Musik als Entdeckungsreise – das liebe ich.

2. Juli 2017

Die Frau ohne Schatten – Kirill Petrenko.
Nationaltheater München.

18:00 Uhr, Parkett rechts, Türe 1, Reihe 5, Platz 172



Manchmal ist es ganz einfach: Diese Münchner Produktion der Frau ohne Schatten gehört zum Besten, das ich je im Musiktheater erleben durfte. Ein in jeder Beziehung erfüllendes Erlebnis, das seine Wirkung aus der Gesamtheit einer kaum steigerungsfähigen musikalischen Qualität in Kombination mit einer Inszenierung schöpft, welche die dem komplexen Werk innewohnenden tiefenpsychologisch motivierten Überlegungen ebenso klar und schlüssig wie poetisch und ergreifend herausarbeitet.

Von einer über die Maßen ausgewogenen und bis in die kleinsten Rollen (die drei Gezeichneten!) unglaublich stark besetzen Sängerriege möchte ich stellvertretend nur das Färberpaar herausgreifen, dem Wolfgang Koch und Elena Pankratova mit einer stimmlichen wie darstellerischen Empathie ein vollends zu Herzen gehendes Denkmal gesetzt haben. Kann die Regieleistung Warlikowskis auch in diesem Zusammenhang gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, lässt die unglaubliche Arbeit Petrenkos, der das Staatsorchester zu einer beispiellosen Energieleistung antreibt, als ginge es sprichwörtlich um alles oder nichts, mich als ausgemachten Liebhaber dieser Partitur gleichsam euphorisiert wie zerschmettert zurück. Solche Abende bestärken mich darin, weiter an die Utopie der Vollkommenheit zu glauben.


Richard Strauss – Die Frau ohne Schatten
Musikalische Leitung – Kirill Petrenko
Inszenierung – Krzysztof Warlikowski
Bühne und Kostüme – Malgorzata Szeześniak
Licht – Felice Ross
Choreographie – Claude Bardouil
Video – Denis Guéguin
Videoanimation – Kamil Polak
Chor – Sören Eckhoff
Kinderchor – Stellario Fagone
Dramaturgie – Miron Hekenbeck
Abendspielleitung – Georgine Balk

Der Kaiser – Burkhard Fritz
Die Kaiserin – Ricarda Merbeth
Die Amme – Michaela Schuster
Der Geisterbote – Sebastian Holece
Hüter der Schwelle des Tempels – Elsa Benoit
Erscheinung eines Jünglings – Dean Power
Die Stimme des Falken – Elsa Benoit
Eine Stimme von oben – Okka von der Damerau
Barak, der Färber – Wolfgang Koch
Färberin – Elena Pankratova
Der Einäugige – Tim Kuypers
Der Einarmige – Christian Rieger
Der Bucklige – Dean Power
Keikobad – Renate Jett
Stimmen der Ungeborenen – Elsa Benoit, Paula Iancic, Anna El-Khashem, Rachel Wilson, Heike Grötzinger, Okka von der Damerau
Stimmen der Wächter der Stadt – Johannes Kammler, Sean Michael Plumb, Milan Siljanov
Dienerin – Elsa Benoit, Paula Iancic, Rachel Wilson
Kinderstimmen – Elsa Benoit, Paula Iancic, Anna El-Kashem, Rachel Wilson, Okka von der Damerau

Bayerisches Staatsorchester
Solo-Violine – Sebastian Breuninger
Solo-Violoncello – Emanuel Graf
Chor der Bayerischen Staatsoper
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
Statisterie und Kinderstatisterie der Bayerischen Staatsoper

10. August 2013

Das Rheingold – Kirill Petrenko.
Festspielhaus Bayreuth.

18:00 Uhr, Parkett links, Türe I, Reihe 1, Platz 6



Eigentlich stünde dem Pathos der Festspiele jetzt ein vor Inbrunst triefendes Seelenbekenntnis zur ersten Empfängnis der Bayreuther Weihen gut zu Gesicht. Meine Pilgerfahrt zu Wagner – sowas halt. Nur gingen diesem ersten offiziellen Kartenglück bereits zwei nicht minder offiziell vollzogene Besuche am grünen Hügel voraus, die ich dem Einsatz guter Geister zu verdanken habe, die an dieser Stelle noch einmal frei nach alter Schwanentradition bedankt seien.

Heute also der Vorabend des neuen Jubiläums-Rings in der Inszenierung von Frank Castorf. Ich bin kein großer Kritikenleser, aber der Buh-Shootout zur Premiere hatte sich dann doch bis zu mir herumgesprochen. Klar, Bayreuth ist natürlich ein spezielles Pflaster, vor allem auch für die Regie, da einerseits die Erwartungshaltung von Publikum und Presseauge, überhitzt durch die Verbrämung von Historie und „Tradition“ sowie herbeibefohlenem Weltgeltungsanspruch, kaum Konsenzbefriedigung erfährt, dieser Ort andererseits durch seinen Nimbus fundamentalistische Gutmeiner und Teilzeit-Bewahrer des Wagner’schen Erbes magisch anzuziehen scheint. Und ich wäre der Letzte, der dies nicht verstünde. Bei Wagner kenne auch ich keine Verwandten. Unter „epochal“ läuft nix. Sicher, es gibt denkbar entspanntere Herangehensweisen an Angelegenheiten der Freizeitgestaltung – aber was an Wagner ist schon entspannt?

Doch zurück zum Castorf und seinem Ring. Ich hab die Empörung nicht verstanden. Jedenfalls nicht beim Rheingold, welches mangels Ringvollversorgung als alleiniger Zertifizierungsgegenstand in Sachen Hügeltauglichkeit herhalten muß. Auf mich wirkt diese Inszenierung zwar wenig erbaulich – jedoch insgesamt weitgehend plausibel. Oder anders formuliert: Kein Grund zur Aufregung. Castorf gestaltet die Ränkespiele bei Götterns und Co. als mafiösen Streifen à la Scorsese oder mehr noch Tarantino – inklusive Kamerateam auf der Bühne. Warum nicht, sind es ja nicht unbedingt die edelsten Motive der Beteiligten, die den Fortgang der Handlung prägen.

Die Interpretation der Rollen mag daher nicht jedermanns Geschmack treffen, innerhalb dieser Konzeption ist ihre Charakterisierung aber vollkommen nachvollziehbar. Wotan als schmieriger Boss, der mit Fricka und Freia das Bett teilt (Cocktails für alle!), Froh und Donner als Möchtegerngangster, deren Drohungen niemand wirklich ernst nimmt, Loge ein windiger Hispanic-Checker, der mit dem Feuer spielt und das – Witz komm raus – auf einer Tankstelle. Und die Darsteller machen ihre Sache gut, so daß es immer wieder starke Augenblicke gibt. Besonders gelungen und konzeptkonform fällt beispielsweise die Verhandlung zwischen Wotan und den Riesen aus. Es macht schon Spaß mitzuerleben, wie die Szene erst von der brodelnden Gewaltbereitschaft der beiden tumben Mechaniker-Proleten dominiert wird, die sich jeden Moment an der schmucken Untertürkheimer Karosse Wotans zu entladen droht, bis die schlichten Gemüter angesichts des möglichen großen Coups plötzlich hellhörig werden – fast schon eine Standardsituation aus dem Gangster-Genre.

Insgesamt löst die Inszenierung vieles auf recht unkonventionelle, vielleicht vulgäre, aber meist nachvollziehbare Weise. Fricka, die aus dem Kidnapping durch die Riesen als Sexpüppchen in hautengem Lack wiederkehrt oder die Rheintöchter als Damen des leichten Gewerbes, die Alberich mit billiger Masche am Pool um den Verstand bringen. Anderes, wie die Verwandlungen Alberichs durch den Tarnhelm ist einfach gut gemacht und entsprechend wirkungsvoll. Über Details läßt sich natürlich streiten. Das Rheingold eine goldene Heizfolie? Eine Bobbycar-Ente bindet Alberich? Geschenkt. Und manches kapiert man halt auch gar nicht. Die Nibelheimszene ist insgesamt kryptisch, was sollen die angebundenen Zwerge zu Beginn? Die Regenbogenfahne bei Mime? Später der bizarre Handlangertrupp Wotans? Und warum dreht der Wirt am Ende durch? Egal.

Letztendlich bleibt es die bekannte Geschichte der Hatz nach Macht, Gold – oder eben Öl oder was sonst noch als Analogie taugen mag. Wirklich umgehauen hat mich Herrn Castorfs Sicht zwar nicht, aber da gab es andernorts sicher Produktionen, die mir eher ein Buh entlockt hätten. Cool bleiben, Bayreuth. Immerhin durfte man gute Darsteller und Sänger von vorbildlicher Textverständlichkeit erleben, dazu den unvergleichlichen Mischklang des herrlichen Orchesters (minimale Wackler), welcher trotz moderater Endlautstärke absolut druckvoll das Ohr umschmeichelt und zu guter Letzt eine musikalische Leitung durch Kirill Petrenko, die vor allem die feinen Stellen der Partitur aufwertet. Das Glitzern des Rheingoldes, das ganz leise und verschlagen intonierte Tarnhelm-Motiv. Ohne dabei auf ein äußerst wirkungsvolles Nibelheim-Gehämmer und ein knackiges Finale verzichten zu müssen. Aber gut, man ist halt verwöhnt, zumal in Bayreuth, wo man vielleicht noch mehr als andernorts weiß, daß früher sowieso alles besser war.


Richard Wagner – Das Rheingold
Musikalische Leitung – Kirill Petrenko
Inszenierung – Frank Castorf
Bühnenbild – Aleksandar Denić
Kostüme – Adriana Braga Peretzki
Licht – Rainer Casper
Video – Andreas Deinert, Jens Crull

Götter
Wotan – Wolfgang Koch
Donner – Oleksandr Pushniak
Froh – Lothar Odinius
Loge – Norbert Ernst

Göttinnen
Fricka – Claudia Mahnke
Freia – Elisabet Strid
Erda – Nadine Weissmann

Nibelungen
Alberich – Martin Winkler
Mime – Burkhard Ulrich

Riesen
Fasolt – Günther Groissböck
Fafner – Sorin Coliban

Rheintöchter
Woglinde – Mirella Hagen
Wellgunde – Julia Rutigliano
Floßhilde – Okka von der Damerau

Das Festspielorchester